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Halle und Kehlkeile

Dach mit geneigter Tragkonstruktion. Kehlen, Abläufe in den Kehlen, Gefälle der Tragkonstruktion, Dämmung in einer Dicke und Kehlkeile entlang der Kehlen.

Was eine Halle ist

  • Bei einer geneigten Tragkonstruktion (Halle) gibt die Tragkonstruktion selbst das Gefälle vor, und die Wärmedämmung liegt in einer einheitlichen Dicke. Gefällekeile werden nicht erzeugt.
  • Das Wasser fließt in die Kehlen. Punktabläufe liegen nur in den Kehlen, und Kehlkeile entlang der Kehlen leiten das Wasser zu ihnen.
  • Die Art der Tragkonstruktion wählen Sie beim Anlegen des Auftrags: Geneigte Konstruktion (Halle). Später lässt sie sich nicht mehr ändern. Im Auftragscockpit zeigt sie die Angabe Konstruktionstyp mit dem Wert Halle / geneigt.

Die Kehlkeile der Halle sind ein anderes Werkzeug als die Sättel an Hindernissen auf einem Dach mit Gefällekeilen. Bei der Halle entstehen sie aus den gezeichneten Kehlen und Abläufen.

1. Kehlen und Abläufe im Editor

Der Hallen-Editor hat eine eigene Kurzanleitung. Den Umriss zeichnen Sie wie beim Flachdach, siehe Dach zeichnen.

  1. Zeichnen Sie mit dem Werkzeug Kehle mit zwei Klicks eine gerade Linie, zu der die Konstruktion abfällt. Die Enden rasten an einer Ecke oder Kante des Umrisses ein, Alt schaltet das Einrasten aus.
  2. Setzen Sie mit dem Werkzeug Ablauf die Abläufe. Ein Ablauf rastet an der nächsten Kehle ein, woanders lässt er sich nicht setzen. Wenn Sie eine Kehle verschieben, wandern die Abläufe mit.
  3. Wo sich zwei Kehlen kreuzen oder aneinander anschließen, setzen Sie einen Ablauf genau auf den Schnittpunkt. Sonst überlappen sich die Kehlkeile beider Kehlen.
  4. Klicken Sie auf die Fläche und füllen Sie unter Eigenschaften der ausgewählten Fläche das Feld Neigung der Tragkonstruktion aus (1 bis 10 %). Die Gefällerichtung wird nicht eingegeben, sie ergibt sich aus den Kehlen.
  5. Speichern Sie die Zeichnung mit der Schaltfläche Speichern.

Hallen-Editor: Umriss mit Kehlen, Abläufe in den Kehlen und das Feld Abläufe auf den Kehlen verteilen

Eine Kehle ist keine Rinne. Eine Rinne (Linienentwässerung) eignet sich nicht für eine Halle: Der Entwässerungsnachweis würde sie als einen einzigen Ablauf zählen.

Abläufe auf den Kehlen verteilen

  1. Geben Sie im Feld Abläufe auf den Kehlen verteilen die Gesamtzahl der Abläufe für das ganze Dach ein und klicken Sie auf Verteilen.
  2. Jeder Schnittpunkt von Kehlen erhält einen Ablauf, jede Kehle mindestens einen, und der Rest wird nach der Länge der Abschnitte verteilt.
  3. Abläufe, die bereits in den Kehlen liegen, werden ersetzt. Andere Abflüsse bleiben erhalten. Die ganze Verteilung macht ein einziger Schritt Strg+Z rückgängig.

Bei einer zu kleinen Anzahl nennt die Anwendung, wie viele Abläufe mindestens nötig sind. Passen nicht alle hinein, setzt sie nur so viele, wie hineinpassen, und weist darauf hin.

2. Gefälle-Editor

  1. Klicken Sie im Auftragscockpit im Reiter Berechnungen auf Gefälleplanung öffnen. Bei einer Halle öffnet sich das Panel Geneigte Tragkonstruktion (Halle).
  2. Die Karte Dachgefälle (Flächen) zeigt das Gefälle jeder Fläche. Ein fehlendes Gefälle ist mit nicht angegeben gekennzeichnet. Ein Gefälle unter 3 % berechnet die Anwendung, weist aber darauf hin.
  3. Geben Sie die Bemessungsregenspende in l/s·ha ein.
  4. Klicken Sie auf Generieren. Die Anwendung speichert die Geometrie und berechnet Dachfläche, Dämmvolumen und Bemessungsabfluss. Die Dämmstärke übernimmt sie aus den Dacheinstellungen.

3. Kehlkeile aus der Kehle

  1. Geben Sie in der Karte Kehlkeile aus der Kehle die Werte Längsgefälle (%), Quergefälle (%), Abstand vom Ablauf (m) und Keilbreite am Ablauf ein. Max. Höhe (mm) ist optional.
  2. Klicken Sie auf Kehlkeil-Vorschau. Sie sehen das Gesamtvolumen, die Anzahl der Kehlkeile, den Entwässerungsnachweis und die Stückliste. Die Stücke werden in den Grundriss gezeichnet.
  3. Das schwebende Fenster Kehlkeil-Legende erklärt linke und rechte Stücke und listet die Typen mit ihrer Anzahl auf. Ein Stück mit Sternchen ist an der Attika beschnitten und hat ein kleineres Volumen.

Kehlkeile aus der Kehle: Parameter, Kehlkeil-Vorschau im Grundriss, Gesamtvolumen und Legende der Typen

  • Der Satz wird aus der Zeichnung abgeleitet und nicht von Hand bearbeitet. Starten Sie nach einer Änderung von Kehlen oder Abläufen die Kehlkeil-Vorschau erneut. Das Protokoll beruht auf den Parametern der letzten Vorschau.
  • Das Wasser fließt von einem Kehlkeil nur ab, wenn das Quergefälle das Gefälle der Tragkonstruktion übersteigt. Andernfalls meldet die Anwendung, dass die Entwässerung nicht abfließt. Ohne Gefälle der Tragkonstruktion beurteilt sie die Entwässerung nicht.
  • Lassen sich die Kehlkeile nicht ableiten, nennt die Anwendung den Grund: Kehle oder Maßstab fehlt, die Kehle ist nicht gerade, ein Ablauf liegt außerhalb der Kehle und Ähnliches.

Der eingeklappte Bereich Manueller Stückrechner berechnet das Volumen eines Flügels aus den eingegebenen Maßen. Er dient der schnellen Prüfung außerhalb des Satzes und fließt nicht in das Protokoll ein.

Ausgaben

  • Reiter Protokolle: Kapitel Kehlkeile.
  • Reiter Ergebnisse, nach einem Klick auf Detailausgaben anzeigen: Karte Wärmedämmung mit der Dämmung in einer einheitlichen Dicke.
  • Eine Halle hat keine Gefällekeile und deshalb auch keinen Baustellenplan und keine 3D-Prüfung der Gefälleplanung.
  • Der Nachweis von Anzahl und Kapazität der Abläufe steht im Reiter Entwässerungsnachweis, siehe Entwässerung.

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